Schmerz lass nach

Aktualisiert: 14. Nov.

Julia Stade ist Heilpraktikerin und hat im Januar diesen Jahres die „Naturheilpraxis Beucha“ eröffnet. Im Interview macht sie deutlich, wie die Naturheilkunde bei Schmerzen helfen kann.


Frau Stade, was zeichnet Sie als Heilpraktikerin aus und was ist das Besondere an Ihrer naturheilkundlichen Behandlung?

Heilpraktiker generell zeichnet aus, dass sie den Menschen als Ganzes betrachten. Im Gegensatz zu unseren ärztlichen Kollegen nehmen wir uns Zeit für die Patienten. Die Erstanamnese kann schon einmal gut und gerne ein bis zwei Stunden dauern. Dabei werden die Patienten bei mir zu ihren aktuellen Beschwerden, zurückliegenden Erkrankungen, Erkrankungen in der Familie, ihren Medikamenten, ihrer Ernährung und Bewegung, den Konsum von Genussmitteln usw. befragt. Anschließend führe ich eine ausgiebige klinische und dann naturheilkundliche körperliche Untersuchung durch und schaue meinen Patienten in die Augen, führe also eine Irisdiagnose durch. Je nach Patient kann zusätzlich eine Laboruntersuchung notwendig sein. Das Besondere an meiner Behandlung ist aber in meinen Augen das Konzept der Schmerztherapie nach Herrn Erdmann.


Und welchen Stellenwert hat für Sie, Frau Stade, die Schmerztherapie in der Naturheilkunde und was kann sie diesbezüglich bewirken? Ist die Naturheilkunde in der Schmerztherapie aus Ihrer Sicht Erfolg versprechend?

Mein Lehrer, Herr Ulrich Erdmann aus Chemnitz, Heilpraktiker seit nun mehr als 32 Jahren, sagt, dass das Symptom Nummer 1 in der Naturheilpraxis der Schmerz ist, gefolgt von Haut-, Allergie- und Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und des Respirationstraktes. Die Schmerztherapie nach Erdmann ist eine Therapiemöglichkeit, die auf der Basis von weit über 30.000 therapeutisch-diagnostischen Maßnahmen fußt und zu den erfolgreichen und empirisch belegbaren Methoden gehört. In der Naturheilkunde gibt es darüber hinaus noch weitaus mehr Behandlungsmöglichkeiten von akuten und chronischen Schmerzen, wie Akupunktur, Akupressur, Chiropraktik und vieles mehr. Alle diese Maßnahmen sind über Jahre, Jahrzehnte und länger erprobte Verfahren und dementsprechend aus meiner Sicht durchaus Erfolg versprechend und gerade bei chronischen Schmerzen einen Versuch wert, bevor man sich einer Dauertherapie mit Schmerzmitteln aussetzt oder sich operieren lässt.


Und was ist das besondere an der Schmerztherapie nach Erdmann?

Das Ziel in der Naturheilkunde und der Schmerztherapie nach Erdmann ist allgemein das Erreichen bzw. die Erhaltung des Gleichgewichts, auch Homöostase, genannt. Die Schmerztherapie nach Erdmann ist eine Regulationstherapie. Durch das Setzen von Reizen werden die Heilungsfähigkeiten in erkrankten und schmerzhaften Körpergeweben gefördert. Hauptbestandteil der Schmerztherapie nach Erdmann ist die Injektion von homöopathischen Arzneimitteln in Akupunktur- und Schmerzpunkte der Haut mittels Quaddeltechnik (Injektion eines flüssigen Arzneimittels in die Haut wodurch eine kleine Blase entsteht). Weitere ergänzende Maßnahmen sind darüber hinaus die Fußreflexzonendiagnose und –therapie, Symbioselenkung und Therapie der Darmflora mit entsprechender Ernährungsempfehlung, das Baunscheidtieren zur Durchblutungsförderung und Ausleitung sowie die Verordnung von homöopathischen oder phytotherapeutischen (pflanzlichen) Arzneimitteln. Dabei findet das Arndt-Schulz-Gesetz grundlegend Anwendung: „Kleine Reize fördern die Heilungsfähigkeit, mittelgroße Reize hemmen und große Reize lähmen die Heilungsfähigkeiten.“




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