Übersäuerung – mehr als nur Sodbrennen

Übersäuerung? Was ist damit eigentlich gemeint? Dein regelmäßiger Begleiter, das Sodbrennen?


In der Schulmedizin ist häufig bei dem Thema der Übersäuerung die akute Form bekannt. Die akute Form meint eine Übersäuerung des Blutes. Der pH-Wert des Blutes muss zwingend in einem Bereich von 7,35 und 7,45 liegen, alles andere würde sehr schnell zum Tod führen. Die chronische Form der Übersäuerung, wie sie in der Naturheilkunde bekannt und behandelt wird, meint allerdings eine latente, schleichende Übersäuerung von Gewebe und Organen. Diese Übersäuerung führt zur Krankheit. Im Prinzip beginnt jede Krankheit mit einer chronischen Übersäuerung.


Sodbrennen ist demnach nicht mit einer Übersäuerung gleichzusetzen. Es ist lediglich ein Symptom der Übersäuerung. Weitere Krankheiten und Symptome einer Übersäuerung können sein:

- Chronische Kopfschmerzen und Migräne,

- Schlafstörungen,

- Chronische Müdigkeit, Energielosigkeit, Antriebslosigkeit,

- Muskel- und Nervenschmerzen,

- Arthrose, Arthritis und andere und unspezifische Gelenkbeschwerden,

- Rheuma, Gicht, Osteoporose,

- Hauterkrankungen, Infektanfälligkeit,

- Herz- Kreislauf- Erkrankungen (u.a. Bluthochdruck, Arteriosklerose),

- Nieren-, Gallensteine,

- Karies,

- Magenprobleme, u.a. Sodbrennen.


Unser Körper verfügt über verschiedene Möglichkeiten, um einer Übersäuerung entgegen zu wirken:

- Vermehrte Ausscheidung von Säuren über die Lunge, die Nieren, die Leber mit Darm (und auch die Haut),

- Vermehrte Produktion von Magensäure und damit Bicarbonat (eine Puffer- (Neutralisierungs-) möglichkeit des Körpers),

- Ablagerung von Säuren in das Zwischenzell-, Binde- und Knorpelgewebe (z.B. den Gelenken),

- Entnahme von Mineralstoffen aus Knochen, Knorpeln und Zähnen zur Pufferung/ Neutralisierung von Säuren.


Diese Kompensation schafft der Körper meistens auch über Jahrzehnte hinweg sehr gut, ohne dass Beschwerden auftreten. Wie lange allerdings hängt vor allem von unserer individuellen Veranlagung und unserem Lebensstil ab.


Die vermehrte Belastung des Körpers mit Säuren kann folgende Ursachen haben:

- säureüberschüssige Ernährung und gleichzeitig mangelhafte Aufnahme von Basen und Mineralstoffen (leider kommt hinzu, dass unsere ausgelaugten Böden nur noch einen geringen Anteil an basischen Mineralsalzen haben),

- Trinken von zu wenig Wasser,

- Bewegungsmangel, aber auch Leistungssport,

- Sauerstoffmangel (fehlende tiefe Atmung, häufig auch ein Problem von Bewegungsmangel),

- Stress,

- Rauchen,

- Medikamente.


Ist eine Übersäuerung messbar?


Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten.


Eine einfache Möglichkeit besteht in der pH-Wert-Bestimmung des Urins mittels Teststreifen (diese sind z.B. in der Apotheke erhältlich inkl. Tabelle). Bei jedem Toilettengang über drei Tage hinweg wird bei dieser Methode mittels Teststreifen der Urin-pH-Wert bestimmt. Im besten Fall ist der Urin morgens sauer, steigt im Verlauf des Tages in einen basischen Bereich an, sinkt abends leicht in einen neutralen Bereich ab, bis er dann spät abends wieder in einem sauren Bereich liegt.


Viel aussagekräftiger ist allerdings der Säure-Basen-Test nach Sander. Bei dieser Methode wird nicht nur der pH-Wert des Urins bestimmt, sondern auch die Säurepufferkapazität. Der Urin-pH-Wert kann nämlich im Normbereich sein, obwohl die Pufferkapazität des Körpers schon fast erschöpft ist. In diesem Fall würde man also zufriedenstellende pH-Werte des Urins messen, wäre allerdings dennoch übersäuert.

Was kann aber nun bei einer möglichen Übersäuerung bzw. zur Entsäuerung unternommen werden?


Das kannst du selber tun:

- Basische, basenüberschüssige Ernährung

- Fasten, Basenfasten

- Basenbad

- Baseneinlauf

- Bewegung

- Sauna

- Entspannung


Das ist unterstützend durch einen Therapeuten möglich:

- Basisches Nahrungsergänzungsmittel

- Milchsäureinfusion

- Unterstützung der Ausleitung

- Baseninfusion


Im Prinzip kann fast Jedem eine Entsäuerung empfohlen werden bzw. die kurweise Entsäuerung ein- bis zweimal im Jahr. Möchtest du deine Säurebelastung testen, dann kannst du das gerne über das Labor, mit dem ich zusammen arbeite, durchführen. Auch die Irisdiagnose kann eine Übersäuerung zeigen bzw. gibt sie Auskunft darüber, wie gut dein Körper mit Säuren zurechtkommt.


Melden dich gerne bei mir, wenn du eine Unterstützung bzgl. Entsäuerung brauchst.


In diesem Sinne,

Bleib gesund.

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